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rohstoffpreisentwicklung

Rohstoffpreise ziehen an – Mai 2011

Der Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise wird nach Einschätzung der deutschen Wirtschaft zum größten Risiko für den Aufschwung.

Das geht nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus der neuen Frühsommer-Konjunkturumfrage hervor, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am 28. Mai 2011 in Berlin vorstellte. Der Spitzenverband hat mehr als 24 000 Unternehmen befragt. Die Energie- und Rohstoffpreise werden von 56 Prozent der Firmen als Konjunkturgefahr Nummer eins gesehen. Im Frühjahr lag der Wert bei 49 Prozent.

Zuletzt haben die Stahlpreise wieder angezogen und erreichen fast wieder den Spitzenwert von 2008 mit deutlich über 600 Euro/pro Tonne Warmbreitbandstahl. Das zeigt die Graphik der MEPS. Die im dlv – Netzwerk Ladenbau engagierten Serienfertiger mit hohem Stahlverbrauch sehen die Entwicklung mit Sorge. Das ergab die Diskussion auf der dlv-Ladenbautagung im Mai 2011 in Hamburg.

Graphik der MEPS: Stahlpreisentwicklung Download

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Rohstoffe werden knapp - Februar 2011

Rohstoffe werden immer knapper. Wie setzt sich der Ladenbau mit dieser Entwicklung heute auseinander und wie wird er zukünftig auf sie reagieren?

Eric Oesterhaus, Geschäftsführer KORDA-Ladenbau GmbH:
Einige mineralische Rohstoffe werden knapp — das könnte Wirtschaftswachstum und technologischen Fortschritt hemmen. Durch das Wachstum der Schwellenländer und durch das Aufkommen neuer Zukunftstechnologien nimmt die Nachfrage an diesen Rohstoffen zu. Die Rohstoffknappheit wird zwangsläufig dazu führen, dass Unternehmen nach Alternativmaterialien Ausschau halten und Ihre Prozesse umstrukturieren müssen.
So setzt KORDA-Ladenbau auf zwei wichtige Basisfaktoren: Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit. Den Aspekt Nachhaltigkeit fokussieren wir insbesondere. Der Einsatz von recyclebaren Produkten, zum Beispiel im Bereich Verpackung, hat bei KORDA einen genauso hohen Stellenwert, wie die Beschaffung von Werkstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Holzwerkstofflieferanten der KORDA-Ladenbau GmbH sind Besitzer des FSC-Zertifikats, welches Holz auszeichnet, das aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, mit dem Ziel, Wälder zu erhalten. Unkontrollierte Abholzung, Verletzung der Menschenrechte und Belastung der Umwelt werden somit vermieden. Des Weiteren arbeiten wir mit Instrumenten, wie z. B. Rahmenverträgen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Diese bieten zum einen dem Lieferanten die Gewissheit der Warenabnahme, so dass er im Vorhinein
schon Material einkaufen kann. Zum´anderen hat KORDA die Sicherheit der Materialverfügbarkeit und der Preisstabilität. Aus elementaren Faktoren, wie Sonnenund Windenergie muss auch unsere Branche weitere Vorteile ziehen.
Sicherlich wird es in der Zukunft weitere allgemeine Maßnahmen geben müssen, um die auftretende Rohstoffknappheit abzuschwächen, wie z. B. die Verbesserung der allgemeinen Werkstoffeffizienz bei knappen Rohstoffen und der Förderung des Ersatzes bestimmter Rohstoffe durch andere Werkstoffe.

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Stahlpreisentwicklung - 2009

Quo vadis Stahlmarkt – Ein Bericht von A.T. Kearney

Kapazitätsstilllegungen. Entlassungen. Preiseinbrüche. Diese Meldungen haben die Rekordpreise auf den Stahl- und Rohstoffmärkten abgelöst. Durch das unglaubliche Wachstum in den Schwellenländern, wie China und Indien, hat die Nachfrage nach Stahl bis Mitte 2008 einen Höhenflug erlebt. Allerdings ließ die Wirtschaftskrise die Nachfrage einbrechen. Dies hatte den Aufbau großer Lagerbestände bei Stahl und anderen Rohstoffen geführt. Zudem sind die Spotmarktpreise für Stahl und Rohstoffe in sich zusammen gebrochen. Nimmt man allerdings die bestimmenden Treiber des Stahlmarktes in Betracht, so lässt sich erkennen, dass es sich bei der aktuellen Situation um Korrekturen handelt und dass sich der Markt auf längere Sicht gesehen, erholen wird. Auf der Angebotsseite herrscht Konsolidierung. In einigen Gegenden wie beispielsweise Japan ist diese sogar weit fortgeschritten, während China noch am Anfang dieser Entwicklung steht. Die weitere beschleunigte Konsolidierung der Stahlindustrie wird es der Anbieterseite ermöglichen, die Produktionskapazitäten und damit auch den Preis besser zu steuern als bislang.
In den Schwellenländern ist langfristig mit einer weiteren Zunahme des BIP zu rechnen. Besonders Länder wie Indien, China und Osteuropa sind Motor für diese Entwicklung. Damit wird auch die Nachfrage nach Rohstoffen und Stahl steigen. Man kann davon ausgehen, dass der Stahlmarkt gestärkt aus dieser Entwicklung herauskommt. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange dies dauern wird.

Kernergebnis der dlv - Mitgliedsumfrage im März 2009

  • Eine langfristige Prognose über die Entwicklung der Stahlpreise bleibt schwierig
  • Die dlv-Mitgliedsunternehmen erwarten in 2009 keine gravierenden Preisveränderungen und glauben zumindest für die nächsten Monate an eine stabile Preissituation.
  • Die extremen Preissprünge der Jahre zuvor scheinen vorerst passé.

Die Mehrheit der befragten stahlverarbeitenden Firmen rechnet sogar mit einer weiteren leichten Preisreduzierung, während eine kleine Minderheit von Preissteigerungen im moderaten Bereich ausgeht. Die unterschiedlichen Bewertungen belegen die Schwierigkeiten, verlässliche Aussagen über die Zukunft des Stahlpreises und dessen Auswirkungen auf die Ladenbaubranche zu treffen. Ob sich die Stahlpreise mittel- oder langfristig wieder deutlich nach oben bewegen werden, lässt sich derzeit nicht prognostizieren. Entsprechend schwierig ist für die betroffenen Unternehmen die weitere Planung. Im Durchschnitt liegt der Anteil des Gesamteinkaufes der befragten Unter-
nehmen bei 45 % der Umsätze. Mehr als die Hälfte davon entfällt bei produzierenden Firmen auf die Beschaffung von Stahl. Die durchschnittliche Lagerreichweite für Stahl liegt bei 2,7 Monaten, die hohen Lagerbestände werden abgebaut. Die Verfügbarkeit von Stahl ist zur Zeit gut.

Folgende weiterführende Informationen hier:

  • Pressemitteilung des dlv vom 05.03.09 Download
  • Graphik: Preisentwicklung Warm-Breitband Download
  • Quo vadis Stahlmarkt; Bericht A.T. Kearney Download

Zum Hintergrund der Preisentwicklungen

Nachdem die Stahlpreise seit 2004 eine rasante Entwicklung genommen und ihren höchsten Stand im 3. Quartal 2008 erreicht hatten, war im November/Dezember 2008 eine deutliche Preissenkung auszumachen. Hatte man in den Vorjahren für die Tonne Warmbreitband ca. 500 Euro gezahlt, kostete die Tonne dieses Basismaterials im Herbst 2008 > 800 Euro. Unter dieser massiven Steigerung der Preise litten besonders die Systemhersteller im Ladenbau mit hohem Stahlanteil. In der Umfrage des dlv vom Juli 2008 sprachen einige Mitgliedsfirmen von existenzgefährdenden Entwicklungen angesichts der Preissprünge auf den Stahlmärkten.
Im Dezember 2008 waren bereits wieder Preise unter 600 Euro pro Tonne auszumachen. Bei einigen Stahlsorten (z.B. Chromnickelstahl) ist die preisliche Talsohle bereits erreicht.

Rohstoffpreisentwicklung

Stahlpreise erreichen Spitzenwert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rohstoffpreisentwicklung

Eric Oesterhaus, Geschäftsführer KORDA-Ladenbau GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rohstoffpreisentwicklung

Systemgebundener Ladenbau mit viel Stahleinsatz